Vorsorgevollmacht

Regeln Sie auch alles andere, z.B. ihre Finanzen.

  • Mit ihrer Vorsorgevollmacht legen Sie fest, wer sich im Ernstfall um all das kümmern soll, was Sie als Schwerkranker oder -verletzter selbst nicht mehr regeln können.
  • Das können Angelegenheiten bei Behörden, Banken, Versicherungen, Renten- oder Sozialleistungsträgern sein.
  • Oder einfach nur die Post öffnen und ein Zeitungs-Abo kündigen.

 

Jetzt kostenfrei vorsorgen

Mit der Vorsorgevollmacht kann Ihr Bevollmächtigter sich um alle weiteren Bereiche Ihres Lebens kümmern, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Damit sind Sie selbst natürlich nicht entmündigt. Wenn Sie noch selbst in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, geht Ihr Wille immer vor.

Die Gültigkeit

Da die Vorsorgevollmacht sofort mit Ihrer Unterzeichnung gilt, ist es besonders wichtig, sie an einem sicheren Ort aufzubewahren. Damit wird eventueller Missbrauch verhindert. Mit inoda Premium kümmern wir uns um die Aufbewahrung und stellen das Original bei Bedarf direkt zur Verfügung. Darüber werden Sie informiert, damit ein Missbrauch verhindert werden kann. Bitte stellen Sie die Vollmacht nicht unter eine Bedingung. Damit geht der Vorteil, dass sie im Notfall sofort eingesetzt werden kann, wieder verloren. Auch wenn der Eintritt der Bedingung für Sie auch noch so eindeutig klingt, muss erst ein Gericht darüber entscheiden, ob diese Bedingung auch wirklich erfüllt ist. Damit verlieren Sie wertvolle Zeit, und das Ziel, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden, wurde verfehlt.

Die Bereiche der Vorsorgevollmacht

Ein Bevollmächtigter kann für die folgenden Bereiche benannt werden:

Gesundheitssorge: Mit einer Bevollmächtigung für die Gesundheitssorge trifft Ihr Bevollmächtigter alle Entscheidungen rund um Heilbehandlung, Maßnahmen zur Untersuchung und die Durchsetzung der Patientenverfügung. Er hat Einsicht in die Krankenunterlagen und die Ärzte sind ihm gegenüber von der Schweigepflicht befreit.

• Vermögenssorge: Hierbei geht es um die wirtschaftliche Situation. Diese Aufgabe reicht von Überweisungen, der Vermögensverwaltung einschließlich der Immobilien bis hin zur Aufnahme eines Darlehens. Die Vollmacht ist keine Eigentumsübertragung und der Bevollmächtigte ist verpflichtet, in Ihrem Sinne und Interesse zu handeln.

• Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten: Damit entscheidet Ihr Bevollmächtigter über die Frage, wo Sie weiterhin leben werden. Er kann entscheiden, ob Sie weiter zu Haus, vielleicht in einer anderen, behindertengerechten Wohnung oder in einem Pflegeheim leben werden. Dabei ist zu beachten, dass der Bevollmächtigte nur über den Aufenthalt, nicht aber über freiheitsentziehende Maßnahmen entscheiden darf! Falls freiheitsentziehende Maßnahmen wie Bettgitter oder ähnliches notwendig werden, ist in jedem Fall das Betreuungsgericht anzurufen. Ein Freiheitsentzug ist in unserem Rechtsstaat nur durch die Entscheidung eines Gerichtes möglich. Sie können das vorab auch nicht genehmigen.

Behörden: In diesem Fall muss ihr Bevollmächtigter die Korrespondenz mit Sozialversicherungsträgern, Versicherungen und Behörden aller Art für Sie führen. Für die Erteilung dieser Vollmacht sollte man sich als ausgewählte Person nicht vor Formularen und langwierigen Verwaltungsverfahren scheuen. Gut, wenn die Vollmacht für diese Aufgabe bereits vorliegt.

Post- und Fernmeldeverkehr: Das Briefgeheimnis ist ein geschütztes Recht und die Teilnahme am Fernmeldeverkehr, wozu auch das Internet gehört, ein wichtiger Bestandteil unserer Freiheitsrechte. Der Bevollmächtigte für diesen Bereich hat diese Rechte vertrauensvoll für Sie wahrzunehmen und sich um den Post- und Fernmeldeverkehr zu kümmern.

• Vertretung vor Gericht: Dafür muss man kein Anwalt sein. Der Bevollmächtigte übernimmt Ihre Rolle vor Gericht und kann zur Unterstützung natürlich einen Anwalt beauftragen. Außerdem kann der Bevollmächtigte generell Untervollmachten erteilen, um seinen Aufgaben sachgerecht nachkommen zu können.